04.03.2021 Weinstraßenbüro

Was passiert jetzt in den südsteirischen Weingärten?

Langsam aber sicher verabschiedet sich der Winter im südsteirischen Weinland und der Frühling nähert sich in Riesenschritten! Doch was passiert aktuell in unseren Weingärten?


Wir haben uns für Euch im Weinkulturgarten mit dem Weinkulturweg zwischen dem Kollerhof am Eichberg und dem Weingut Reiterer schlau gemacht. Auf zwei kinderwagentauglichen Kilometern kann man in die steirische Weinkultur eintauchen. Entlang des Weges gibt es zahlreiche informative Schautafeln zur Weingeschichte und dem Weinanbau. Ein wahres Erlebnis mitten in den südsteirischen Weingärten.

Das Ab- bzw. Niederbinden der Fruchtruten am Drahtrahmen steht aktuell an. Mit dem Abbinden des Streckers (Trieb) wird für eine optimale Traubenaufteilung und für eine dauerhafte Stabiltiät gesorgt. Die Monate Februar und März sind also dazu da, die Hölzer in Form zu bringen. Doch welche Bindearten gibt es und wie funktioniert das? Dazu später mehr!

Interview mit dem Kollerhof am Eichberg:

Was passiert jetzt im Weingarten?

Ran an die Reben! Eine typische Winterarbeit ist der Rebschnitt, eine sehr wichtige Arbeit und eine wesentliche Voraussetzung für die hohe Qualität der Trauben und Weine.

 

Wieso schneidet man die Reben nicht erst im Frühjahr?

Die Weinreben befinden sich gerade im "Winterschlaf" und nehmen das Schneiden gelassen hin. Im April hingegen sind sie schon im vollen Saftfluss und bereiten sich bereits auf den Austrieb vor, da möchten wir sie auf keinen Fall stören!

 

Welches Werkzeug benötigt man für diese Arbeiten?

Es wird eine elektrische Weingartenschere benötigt und ganz viel Muskelkraft in den Händen.

 

Welche Bindearten gibt es und worauf sollte man achten? Flach oder gebogen?

Flachbogen: Hier wird die Weinrebe gerade am Kordondraht gelegt und gebunden. Wichtig ist es, dass man die Rebe nach vorne schön biegt und gerade am Draht festbindet.

Halbbogen: Hier wird die Weinrebe in einem Bogen nach unten gebogen. Wichtig ist es, dass man den Bogen schön formt und kein Knick entsteht.

Hängekultur: Hier müssen die Reben nicht wirklich gebunden werden, da sie von oben herab nach unten hängen.